Diversifizierung, Produkttransformation Agrarmärkte Wertschöpfung Agrarpolitik
Wertschöpfungskette Schweizer Milch
Dieser Artikel beschreibt die Schweizer Milchwirtschöpfungskette von der Produktion bis zur Verarbeitung. Er analysiert die wirtschaftlichen Herausforderungen, die Vielfalt der Akteure, die Preisbildung und die Marktkonzentration. Basierend auf Daten und Interviews bietet er einen Schlüssel zum Verständnis der Entwicklung des Milchsektors.
Tierhaltung Tierwohl und Tiergesundheit Wertschöpfung AOP-IGP und Regionalprodukte
Einführung: Automatisches Melken in der Produktion von AOP-Käse
In dieser Serie steht die Frage im Zentrum, ob automatische Melksysteme eine Lösung für die hohe Arbeitsbelastung in der Milchviehhaltung sein können – und ob sie die Milchqualität, insbesondere für die Käseherstellung, beeinflussen. Grundlage ist eine achtjährige Studie von Agroscope mit 73 Schweizer Milchbetrieben. Diese Agripedia-Seite fasst die wichtigsten Erkenntnisse kompakt zusammen.
Verwertung der Milch zu Käse
Die Verwertung von Milch zu Käse ändert sich mit der Erweiterung des Sortiments, dem Anstieg der Silomilchmengen und der anhaltenden Rolle von AOP-Käse. Die Exporte werden neu definiert und im Jahr 2023 wird die Schweiz zum ersten Mal eine negative Handelsbilanz im Käsesektor verzeichnen.
Verarbeitung
Der schweizerische Milchverarbeitungssektor verändert sich aufgrund der zunehmenden Diversifizierung, des Anstiegs der Silomilch, der Verschärfung des internationalen Wettbewerbs und der Konzentration der Verarbeiter. Die Mengen, die industrielle Struktur und die Absatzmärkte werden neu organisiert, wobei die Preise stark unter Druck geraten.
Die Karte der Schweizer Milch-Wertschöpfungskette
Die nationale Karte des Milch- und Käsesektors stellt jede Phase des Sektors dar, von der Produktion über die Verarbeitung bis hin zum Verbrauch der Endprodukte. Sie bietet eine systemische Vision des Sektors und stellt eine strukturierende Grundlage für die strategische Analyse dar.
Produktion
Die Schweizer Milchproduktion, die fast ein Viertel der landwirtschaftlichen Produktion ausmacht, hat sich im Zuge der Deregulierung stark verändert. Die Betriebe wurden größer, während die Anzahl der Betriebe zurückging. Trotz regional unterschiedlicher Mengen ist die Produktion stabil geblieben. Der Sektor ist diversifiziert und um Produzentenorganisationen (POs) und Käsereien herum strukturiert und sucht nach einem neuen Gleichgewicht.
Wege zum Wandel: Faktoren für den Übergang zur Kreislaufwirtschaft
Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft erfordert das abgestimmte Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. Entscheidend für die Transformation sind neben technologischen Innovationen vor allem förderliche Rahmenbedingungen, neue Formen der Zusammenarbeit und ein Bewusstseinswandel entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Kreislaufwirtschaft in der Land- und Ernährungswirtschaft
Die Kreislaufwirtschaft hat das Ziel, weniger Materialien, Energie und Ressourcen zu verbrauchen und gleichzeitig Abfall und Emissionen zu minimieren. Sie setzt dafür auf vier Grundprinzipien: reduzieren, länger nutzen, wiederverwenden und natürliche Systeme regenerieren. Damit bietet sie eine nachhaltige Alternative zum linearen «Produzieren–Nutzen–Entsorgen»-Modell.
Fortschritt sichtbar machen: Messbarkeit & Monitoring in der Kreislaufwirtschaft
Damit Kreislaufwirtschaft gezielt umgesetzt und weiterentwickelt werden kann, braucht es klare Messgrössen. Nur wenn Fortschritte systematisch erfasst werden, lassen sich Massnahmen steuern, vergleichen und verbessern – für Unternehmen ebenso wie für Politik und Gesellschaft.
Soziale und psychologische Faktoren bei der Entscheidung für automatische Melkroboters
In diesem Kapitel wird untersucht, welche Faktoren die Entscheidung für oder gegen ein automatisches Melksystem in der AOP-Käsemilchproduktion beeinflussen. Dabei stehen betriebliche, persönliche und soziale Aspekte im Zentrum. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Betriebe mit als auch ohne AMS erfolgreich produzieren können – entscheidend sind Kompetenz, Organisation und Milchqualität.