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Tierhaltung

Merkmale der Geflügelbranche

Dieser Artikel beschreibt die wichtigsten Schlüsselzahlen der Geflügelbranche in der Schweiz und die Anforderungen an die Geflügelhaltung.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale der Geflügelbranche

Mastgeflügelbranche

Legehennenbranche

Herausforderungen in der Geflügelbranche

Dieser Artikel zeigt die wichtigsten Kennzahlen der Geflügelbranche in der Schweiz sowie die Anforderungen an die Geflügelhaltung auf

Geflügelbestand in der Schweiz

Die Geflügelbranche hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt, mit spezialisierten, professionellen Betrieben. Darüber hinaus ist der inländische Anteil am Verbrauch von Eiern und Hühnerfleisch kontinuierlich gestiegen, was beweist, dass die Verbraucher immer mehr Schweizer Produkte bevorzugen.

Im Jahr 2023 sind die Geflügelbestände in der Schweiz wie folgt (BFS, 2024):

  • Circa 3,6 Millionen Plätze für Legehennen
  • Circa 9,7 Millionen Plätze für Masthühner

Wertmässig machen Eier und Geflügelfleisch 7,5% der Produktion von landwirtschaftlichen Gütern aus (BFS, 2024).

Die Geflügelproduktion in der Schweiz besteht aus zwei verschiedenen Sektoren: Mastpoulets und Legehennen. Sie werden in zwei separaten Artikeln vorgestellt. Puten und anderes Geflügel, das in der Schweiz gezüchtet wird, machen einen sehr geringen Teil der Bestände und des Verbrauchs aus und werden hier nicht behandelt..

Im Allgemeinen sind die Eier- und Geflügelfleischproduktion sehr gut organisiert, mit mehr oder weniger integrierten Abläufen.

Bild: Aviforum

Anforderungen an die Haltung von Geflügel in der Schweiz

Das folgende Schema (Abbildung 1) zeigt die verschiedenen Anforderungsniveaus für die Haltung von Geflügel in der Schweiz. Das Basisniveau entspricht dem Tierschutzgesetz. Die freiwilligen Programme BTS und RAUS gewährleisten Haltungsbedingungen, die das Wohlbefinden der Tiere fördern.

Abbildung 1 – Die verschiedenen Anforderungsniveaus für die Haltung von Geflügel in der Schweiz
Quelle: Aviforum

Die folgende Tabelle 1 zeigt die Beteiligung von Mastpoulets und Legehennen an BTS- und RAUS-Programmen im Jahr 2024 (Agrarbericht 2025).

Tabelle 1 – Teilnahme von Mastpoulets und Legehennen an Tierschutzprogrammen

 BTS-Teilnahme 2024RAUS-Teilnahme 2024
 % der GVE% der GVE
Mastpoulets97,9%8,6%
Legehennen93,7%89,7%
Quelle: Agrarbericht 2025

Derzeit haben praktisch alle Mastpoulets in der Schweiz Zugang zu einem Wintergarten (oder Aussenklimabereich, AKB), was in den Nachbarländern bei weitem nicht der Fall ist.

Bild: Proviande

Die Höchstbestands-Verordnung (HBV) begrenzt die Grösse von Mastpouletsbetrieben auf maximal 18.000 Masttiere ab dem 43. Tag. Die Bio Suisse Richtlinien (Richtlinien 2025) sind noch strenger und begrenzen die Anzahl der Masthühner pro Betrieb auf 6.000 (Herdengrösse pro Stall auf 500 Tiere begrenzt).

Die Schweizer Betriebe dürfen eine maximale Besatzdichte auf 30 kg Lebendgewicht pro m2 aufweisen (seit 1991). Es gibt nur sehr wenige Länder, die diese Art von Begrenzung haben. Daher erfüllen die meisten importierten Produkte diese Anforderung nicht.ht.

Im Jahr 2024 hatten 89,7% der Legehennen-GVE Zugang zu Auslauf und ein Grossteil der Legehennen (93,7% der GVE) hatte einen Aussenklimabereich (Agrarbericht 2024). Die Verordnung über Höchstbestände (HBV, SR 916.344) begrenzt die Größe von Legehennenbetrieben auf maximal 18.000 Legehennen, die älter als 18 Wochen sind. Die Bio Suisse Richtlinien sind restriktiver: maximal 4.000 Legehennen (in 2 Einheiten) sind erlaubt.

Quellen

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Titelbild: Aviforum

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