Themen
Die Karte der Schweizer Milch-Wertschöpfungskette
Die nationale Karte des Milch- und Käsesektors stellt jede Phase des Sektors dar, von der Produktion über die Verarbeitung bis hin zum Verbrauch der Endprodukte. Sie bietet eine systemische Vision des Sektors und stellt eine strukturierende Grundlage für die strategische Analyse dar.
Die Agrar- und Nahrungsmittelketten sind häufig durch eine „Sanduhr“-Form gekennzeichnet: eine große Anzahl von Landwirten beliefert eine begrenzte Anzahl von Verarbeitungsbetrieben, Groß- und Einzelhändlern, die dann an eine große Anzahl von Verbrauchern verkaufen. Dies gilt auch für den Milchmarkt in der Schweiz:
- Auf dem Milchmarkt stehen viele Lieferanten (17.000 Erzeuger) relativ wenigen Käufern (Milchkäufer, Verarbeiter) gegenüber. Die Käufer versuchen, den Druck des Marktes auf den Milchpreis weiterzugeben. Die Erzeuger versuchen, die geringeren Einnahmen durch zusätzliche Mengen auszugleichen.
- Der einzelne Milcherzeuger und kleine Erzeugergemeinschaften verfügen oft nicht über alle Marktinformationen und sind nicht in der Lage, Marktforschung zu betreiben.
Die nationale Karte des Milch- und Käsesektors (Einheit in Mio. kg Milchäquivalenten) wurde auf der Grundlage der statistischen Referenzen für das Jahr 2022 erstellt. Die Karte stellt jeden Schritt der Kette dar, von der Produktion (Ziffer 1) über die Verarbeitung (Ziffer 3) bis hin zum Verbrauch der Endprodukte (Ziffer 6).
